neubau und nachverdichtung “südtiroler siedlung", bessarabierstraße, salzburg
Das Interventionsgebiet „Südtiroler Siedlung “ liegt nördlich der Stadt Salzburg in einem Wohngebiet. Das Quartier wird quer durchzogen von zwei Straßen, der Siebenburgerstraße im Süden und der Bessarabierstraße im Norden, die als trennende Elemente wirken und das Projektgrundstück in drei Teile gliedern.
In dem Bestreben, diese drei Grundstücke zu vereinen, entsteht ein Längsplatz, der das Quartier von Nord nach Süd durchquert: der Pendelplatz.
Der als öffentlicher Raum gedachte Platz wirkt als verbindendes Element zwischen den nordöstlich gelegenen öffentlichen (Quartierszentrum) und den südwestlich gelegenen halböffentlichen und privaten Bereichen. Diese städtebauliche Maßnahme vereint die drei Baufelder wieder, indem sie die Kreuzungen Bessarabierstraße und Siebenburgestraße entschärft und neu gestaltet.
Der neue Stadtteil wird im Westen von der Münchner Bundesstraße begrenzt, einer der Hauptverkehrsadern in der Stadt Salzburg. Östlich davon liegt das längste Gebäude der Anlage an der „Buchenländerstraße 1-13“, das alle markanten und eigentümlichen Merkmale historischer Architektur enthält.
Die östliche und westliche Begrenzung des Interventionsgebiets wird zu einem städtebaulichen und architektonischen Motiv: Im Westen wird Distanz von der Straße und somit ein Umwelt- und Lärmfilter geschaffen, im Osten wird das alte Gebäude erhalten, umgebaut und zum neuen, identitätsstiftenden, Stadtteilzentrum umfunktioniert.
Durch die Neudefinition der Quartiersränder und die Neugestaltung des öffentlichen Hauptraums werden unterschiedliche Gebäudetypen in Bezug auf den Kontext, in den sie eingefügt wurden, generiert:
Punkt-Typus: Er erstreckt sich vertikal über bis zu 6 Stockwerke. Hier bleibt der bestehende Baumvorhang erhalten und wird zum Bindeglied zwischen Straße und Park, wodurch ein ruhiges und zurückhaltendes Wohnumfeld entsteht.
Hof – Typus: Im Mittelteil entstehen zwei Hofgebäude. Die Architektur ist um die beiden bestehenden Baumgruppen herum angeordnet und erzeugt zwei halbprivate Innenhöfe. Diese Gebäude, die sich auf bis zu 4 Stockwerke ausdehnen, sind ideal für Familien und Studenten.
Stadt -Villa: Südlich des Grundstücks werden kleinere Baukörper positioniert, um auf die bestehende Bausubstanz aus Einfamilienhäusern Bezug zu nehmen. Darüber hinaus reagieren die Gebäude mit maximal 4 Stockwerken an der Südfassade mit einem rückspringenden obersten Geschoss auf die Kleinstruktur im Süden. Um die Fläche zu optimieren und die Gebäude wirtschaftlich nachhaltig zu gestalten, werden die Villen gekoppelt, wodurch kleine Eigentumseinheiten mit etwa 15 Wohnungen entstehen.
Quartierszentrum: Die östliche Begrenzung des Grundstücks bilden die Bestandsgebäude, die saniert werden, um öffentliche Funktionen aufzunehmen und sie für alle zugänglich zu machen. Das Gebäude in direktem Kontakt zum Pendelplatz beherbergt die gewerblichen Nutzungen im Norden und die soziale Infrastruktur im Süden. Das Erdgeschoss öffnet sich zum Platz hin und ermöglicht den direkten Zugang zu den Geschäften, während die Diensteingänge und Parkplätze im hinteren Teil positioniert werden.
Das Gebäude nördlich des Grundstücks (Buchenländerstraße 15-21) wird teilweise erhalten: Seine derzeitige Position begrenzt die Art der Intervention aufgrund der Einhaltung der Abstände zu den Nachbargebäuden. Aus diesem Grund soll dieses teilweise abgerissen werden, um im nördlichen Teil des Quartiers einen begrünten Innenhof entstehen zu lassen und die Nachbarbebauung abzurücken, was eine bessere Belichtung ermöglicht. Dieses Gebäude, das ein neues zeitgemäßes Aussehen erhält, wird zum neuen Wahrzeichen der BUWOG und wird einen multifunktionalen Raum für die Bewohner des Quartiers mit angrenzendem Außenbereich beherbergen.











