wettbewerb quartier der generationen schorndorf, stuttgart
Im Rahmen der IBA 27 Stuttgart werden experimentelle Konzepte gesucht mit dem Ziel die Region Stuttgart zukunftsfähig umzubauen. Wie wird die Zukunft aussehen? Unser Heute ist geprägt von vielfältigen Herausforderungen, wie beispielsweise der demografische Wandel, wirtschaftlicher Strukturwandel, die Digitalisierung, Energie- und Klimakrise sowie Migrations- und Fluchtbewegungen, um nur die wichtigsten zu nennen. Diese Herausforderungen bewirken tiefgreifende Veränderungen in unserem gesellschaftlichen Zusammenleben und erfordern grundlegend neue Konzepte des Bauens und Wohnens zu entwickeln. Wir verstehen das zukünftige Stadtquartier als durchmischt, lokal und natürlich.
Durchmischung der Generationen: Altenpflegeheim, Jugendherberge, Kita Durchmischung sozialer Schichten: Genossenschaften, Appartements, Wohnen für Geflüchtete Durchmischung der Funktionen: Wohnen, Arbeit, Freizeit
Lokale Produktion von Nahrungsmitteln, Energie und Gütern lokale Angebote für Co-Working, Kultur und Sport lokale Infrastruktur für Nahversorgung, medizinische und soziale Einrichtungen
Natürlich, durch die Verwendung emissionsarmer Baustoffe natürlich, durch die Integration vorhandener Wasserläufe und Grünräume natürlich, durch minimale Versiegelung und maximale Begrünung
Die Siedlung wird als ein autarker Baustein Schorndorfs gesehen und Schorndorf wiederum bildet einen selbstständigen Bestandteil der Region Stuttgart. Der städtebauliche Entwurf schlägt eine verdichtete Siedlung mit klar formulierten Zugängen, einem klaren Innen und Außen vor, und bietet somit ein starkes Identifikationspotenzial für die Nutzer*innen. Gleichzeitig funktionieren die zentral angeordneten öffentlichen Funktionen als Anknüpfungspunkte und Begegnungsorte für Bewohner*innen angrenzender Quartiere. Der aufgelöste Blockrand ist in sechs Zeilen gegliedert, um der hermetischen Wirkung entgegenzuwirken und der Körnung der umliegenden Bebauung Rechnung zu tragen. Im Süden sind die Zeilen durch niedrige, ein bis zwei geschossige Baukörper verbunden, um den innenliegenden Freiraum perspektivisch zu fassen und doch Durchblicke, sowie Licht- und Luftströme zuzulassen. Im Norden lösen sich diese Verbindungskörper in öffentliche Durchgänge auf und verbinden die Siedlung mit der parkähnlichen, renaturierten Uferzone entlang der Rems. An den Zugängen verzahnt sich die bauliche Struktur durch Sonderkörper mit der Umgebung und bildet Auftaktplätze unterschiedlichen Charakters aus. Im Zentrum des Quartiers dienen niedrigere, zweigeschossige Baukörper der gewerblichen, gemeinschaftlichen und öffentlichen Nutzung und sorgen so für eine Durchmischung. Zwischen diesen Körpern und den leicht verspringenden Ringzeilen spannen sich Abfolgen von Zwischenräumen auf, die durch das Wechselspiel von Enge und Weite definiert sind.






