realisierungswettbewerb neubau bezirksbauernkammer, hallein
Die vorliegende städtebauliche Entwurfsidee für den Neubau der Bezirksbauernkammer in Hallein nimmt neben der kontextorientierten Baukörpermaßstabsentwicklung als auch seiner Expositionierung die pluralen urbanen, stärkenden Prämissen, auf und bereichert die Typologievielfalt der Stadtsilhouetten bzw. Ansichten einerseits vom Salzachufer als auch von der Davisstraße durch eine identitätsstärkende elementarkonstruktiven Nutzungsstruktur. Durch die am Bestandskontext orientierte Setzung des elementaren auf einer erhöhten Sockelstruktur ruhenden dreigeschossigen Baukörpers am Grundstück ergibt sich eine zentrale Zuwegung des internen Erschließungsorgans im Gebäude als auch zweihüftige Vorzonen für interne Stellplätze sowie der Tiefgarafgenzufahrt im Norden und Besucherstellplätze im Süden. Die südliche Parkzone wurde entgegen der Bestandssituation so gelöst damit ein Ein-Ausparken ohne Behinderung der Davisstraße funktioniert. Diese Zonen sind als mit Rasengittersteinen gepflasterte Vorplätze zu verstehen welche auch als Präsentationsflächen für bäuerliche Erzeugnisse im Zuge von Veranstaltung wie beispielsweise Bauermärkten genutzt werden können. Die Nutzung dieser Flächen wird durch gezielte Bepflanzung als Schattenspender attraktiviert. Die grüne Außenalage im südwestlichen Bereich dient der Gartennutzung der Wohneinheit sowie nordwestlichen Grünfreibereichen der Gebäudenutzung. Die Erschließung der neuen Bezirksbauernkammer ist wie ein Gang durch einen Garten zum Hof. Die Vorgartenatmosphäre wird durch traditionell bäuerliche Naturbilder in Hinblick auf Erzeugung von Lebensmittel und Hausmittel aus Kräutern Gemüse und Obst erzeugt. Dies zeigt die Notwendigkeit des Bauerntums in der Vergangenheit als auch in der Zukunft ein gesundes Menschenbild verknüpft mit der Natur zu erhalten und zu stärken. Das selbstbewusste Aufzeigen von aus ländlichen Gebieten bekannten Lebensweisen/Strukturen beziehungsweise deren Interessensvertretung und die Notwendigkeit eben dieser für städtische Gebiete durch eine repräsentative, konstruktiv starke Nutzungsstruktur mitten im Stadtgebiet festigt die kulturelle Prägung der Bürger durch das Bauerntum.












